Konflikt-Moderation – Zoff macht krank und unproduktiv

Konflikte stören Mitarbeiter wie Arbeitgeber, sie kosten Zeit und Qualität. Zufriedene Mitarbeiter arbeiten effizienter.

Am Arbeitsplatz legen Menschen ihre Persönlichkeit nicht ab. Manche gehen sich am liebsten an den Hals, andere werden Freunde fürs Leben.

Konflikte finden sowohl zwischen Kollegen als auch von oben nach unten oder umgekehrt statt. Dabei geht es immer um unterschiedliche Interessen der Beteiligten. Diese zu koordinieren ist die Aufgabe eines Moderators.Gelingt es, die Interessen der Beteiligten auf eine Linie zu bringen und gegenseitiges Verständnis zu erzielen, dann bergen Konflikte sogar unerwartetes Verbesserungspotential.

Wo hakt es in Ihrem Unternehmen? Finden Sie sich oder Ihre Mitarbeiter in diesen oder ähnlichen Szenarien wieder?

Ober sticht Unter: Was tun bei gegenläufigen Überzeugungen?

Ein häufiges Phänomen: Zwei Führungskräfte unterschiedlicher Hierarchieebenen können sich nicht einigen und zweifeln offen an der Kompetenz des anderen. Schlimm wird es, wenn die Anordnungen der Vorgesetzten den Überzeugungen der Unterstellten widersprechen. Sogar in dem Maße, sodass er oder sie diese gar nicht befolgen kann. Konflikte sind auch in anderen Situationen vorprogrammiert: Etwa wenn der Vorgesetzte mehr damit beschäftigt ist, die Arbeit des Mitarbeitenden nach vermeintlichen Fehlern zu durchsuchen, als deren Qualität zu schätzen.

In moderierten Gesprächen lernen die Mitarbeiter, die Motivation des jeweils anderen zu verstehen und damit umzugehen.

Tradition contra Innovation: Übermotivierte Jugend trifft auf eingerostete Majestät

“Da kommt dieser junge Schnösel von der Uni und meint, alles besser zu wissen!”, “Der soll sich erst mal beweisen!” oder eben auch “Der hat den Sprung ins neue Jahrhundert nicht geschafft“. Sehr unterschiedliche Positionen. In letzter Zeit haben sich die Begriffe “Boomer” und “Gen X,Y..” durchgesetzt. Diese sind mir allerdings zu klischeehaft.

Der Neue erkennt, dass ein ehemals erfolgreiches Modell heute nicht mehr geeignet ist, den Herausforderungen der Gegenwart und Zukunft zu begegnen. Und im Interesse des Unternehmens fordert er, mit eingefahrenen Vorgehensweisen zu brechen. Ihm gegenüber steht der Alte, der die Interna des Unternehmens seit vielen Jahren kennt und über exzellente Kontakte verfügt. Er weiß, welche schnellen Entscheidungen nach hinten losgehen können und fürchtet, dass solche Umbrüche einem lange erfolgreichen Unternehmen schaden. Schließlich hat er maßgeblich dazu beigetragen, dass die Firma heute da steht, wo sie ist!

Beide Beteiligten wollen nur das Beste für das Unternehmen und haben damit ein gemeinsames Ziel. Eigentlich. Mit Moderation bringe ich die nicht selten weit auseinander liegenden Positionen der beiden Kollegen auf ein Level. Ziel ist es, dass sie die Ansichten des anderen akzeptieren, auch wenn sie diese nicht teilen. Und dass sie auf diese Weise erfolgreich zusammenarbeiten können.

»Das Ziel meiner Moderation ist, dass die Beteiligten die Ansichten des anderen akzeptieren, auch wenn sie diese nicht teilen.« Robert C. Summers

Quotenfrau? Der ewige Konflikt um die weiblichen Führungskräfte

Die Quotenregelung ist nicht nur in der Politik ein heißes Thema. Dabei wäre diese Quote vollkommen unnötig, wenn man sich auf die eigentlich relevante Frage besinnen würde: Welche Kompetenzen sind wirklich erforderlich, damit eine Führungsposition bestmöglich besetzt wird?

Frauen haben – zusätzlich zum erlernten Wissen – so viele natürliche Kompetenzen, die in Führungspositionen enorm wichtig sind und gleichzeitig Männern deutlich seltener zugeschrieben werden. Die Diskussion um die Frauenquote verstellt den Blick auf diese wichtigen Kompetenzen.

Mit dieser Thematik habe ich mich viel beschäftigt. Sobald ein Konflikt im Umfeld dieses Themas an mich herangetragen wird, arbeite ich gerne mit meiner langjährigen Kollegin Doris Lindner. Durch unterschiedliche Perspektiven und den zusätzlichen weiblichen Blick wird die Qualität unserer gemeinsamen Arbeit gewährleistet.

Doris ist Expertin darin und vor allem: Gemeinsam sind Männer und Frauen unschlagbar.

Geteilte Position: Unterschiedliche Interessen mit einer Stimme vertreten?

Die Idee klingt gut: Um verschiedenen Geschäftsbereichen eine Stimme zu geben, teilen sich mehrere Personen eine Funktion, um die Interessen ihres jeweiligen Bereichs zu vertreten. Was der Einigkeit dienen sollte, kann im schlimmsten Fall zu Unstimmigkeiten führen, die sich auch auf andere Ebenen ausweiten.

Bei solch komplexen Arbeitsmodellen sorgt Moderation dafür, dass es gar nicht so weit kommt.

Elternzeit: Einfach weiter so oder gemeinsam noch besser?

Elternzeit während der Karriere ist heute Normalität – nicht nur für Frauen. Lässt sich danach einfach so zum Tagesgeschäft übergehen? In der Regel sind Konflikte zwischen den Rückkehrern und deren Vertretungen nicht selten. Vor allem, wenn Rückkehrer mit den Vertretern zusammenarbeiten sollen, aber unterschiedliche Ansichten oder Arbeitsstile vertreten. Die Bedürfnisse beider Parteien sind verständlich, doch der Sand im Getriebe lässt Prozesse im gesamten Unternehmen ruckeln.

Falls diese Konfliktsituation nicht bereits durch klare Vereinbarungen im Vorfeld der Elternzeit geregelt wurde, kann durch moderierte Kommunikation Einigkeit erlangt und eine für alle befriedigende Lösung gefunden werden.

···········

Kam Ihnen eine Situation bekannt vor? Oder ist Ihr Anliegen vollkommen anderer Art?

Es gibt keinen Konflikt, der sich nicht lösen lässt, wenn man weiß wie.